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Wie kommt
denn Frau zum BMW-Motorradfahren?
Erstmal gar
nicht, weil Mami und Papi etwas dagegen haben und zweitens auch gar nicht,
weil widrige Umstände der Passion nicht folgen können aber dann kommt die
Chance – Widrige Umstände beseitigt und als Belohnung bei der Fahrschule
angemeldet – willst du das wirklich? Ja, ich will.
Im zarten Alter
von 33 Jahren habe ich also den Führerschein Klasse 1 erworben und das
Schlimmste daran – das Fahrschul-Motorrad war eine BMW R80 – auch Gummikuh
genannt. Und so hat es sich auch angefühlt.
Damit war eins
schon mal klar – nie im Leben werde ich eine BMW fahren! Aber man soll ja
nie nie sagen.
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Zum Glück hatte
ich mir ja auch schon ein Motorrad gekauft, bevor ich überhaupt die Prüfung
bestanden hatte, eine YAMAHA XT600E, in meinen damaligen Lieblingsfarben,
pink und weiß.
Das Dumme daran
war nur, dass ich beim Probesitzen im Motorradgeschäft Stiefeletten mit
einer Absatzhöhe von mindestens 6 cm trug. Diese Absatzhöhe erreichten die
Motorradstiefel dann leider aber nicht und so lernte ich, ein Motorrad im
Stand auf Zehenspitzen zu halten.
Das ging
3.900 km gut und dann kamen der Regen, das Kopfsteinpflaster und das Vorfahrt-achten-Schild am Berg. Es kam, wie es kommen musste – der
Motorradstiefel rutschte und die XT samt Fahrerin kippte einfach um. Weder
der Fahrerin, noch der XT ist etwas passiert, aber die Peinlichkeit, dass
diese Veranstaltung drei hübsche, junge Männer miterlebt hatten, saß dann
doch so tief, dass das Motorrad getauscht werden musste. |
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Es folgte eine gebrauchte Yamaha FZR 600 – lt. Unterlagen GUTER ZUSTAND
!!! Der gute Zustand wirkte sich in einer bis ans Ende durchgespannten
Kette, einer total verschlissenen Kupplung und sonstigen Kleinigkeiten
aus – was Frau dann ja auch einigermaßen schnell erkannt hatte, nämlich
nach 4.036 gefahrenen Kilometern. Na ja, Frau dachte erst, es läge an
ihr, aber war dann doch das Motorrad.
Am
24.01.1995 war es dann endlich soweit – das erste richtige und
einzigartige Motorrad wurde angeschafft – eine Honda CBR 600F. Das war
wirklich mein Traum-Motorrad.
Damit
ging es dann auch das erste Mal in die Berge, in die Alpen.
Und da
war es dann, dieses herrliche Gefühl, durch die Kurven zu brausen, das
Motorrad Richtung Straße zu drücken und dem Asphalt immer ein Stückchen
näher zu kommen.
Bedingt durch meine nicht zu hohe Körpergröße konnte ich mich mit dem
Oberkörper auf den Tank legen, so dass der Fahrtwind über die
Windschutzscheibe und mich hinwegfegte und ich eins mit meiner Honda
war. Wir waren ein gutes, schnelles Team.
Mich
hatte das Berg- und Kurvenfieber gepackt. Für meine Heimat-Region
Schleswig-Holstein war die CBR600F völlig ausreichend, nur in den Bergen
störte es mich, dass ich sehr viel schalten musste, um Leistung zu
erzielen und wenn ich dann aus der Kurve im niedrigen Gang heraus kam,
brauchte ich für meinen Geschmack zu lange, um wieder auf Touren zu
kommen – also, es musste mehr Kubik her.
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Im Sommer 1997
gönnte ich, mittlerweile eingefleischter Honda-Fan, mir dann die VFR 750F.
Dieses Motorrad hatte zwar die gleiche Leistung von 72 KW wie die CBR 600,
aber immerhin 150 ccm mehr Hubraum. Das ich auch hier wieder nicht richtig
mit den Füßen an die Erde kam, war unwichtig – hatte ich doch mittlerweile
gelernt, so zu parken, dass ich auch wieder ohne Probleme und Hilfe starten
konnte. Ich gebe ja zu, mit Gepäck war es dann manchmal doch etwas
schwierig. Hier gab es doch den einen oder anderen Moment, an dem ich
erleichtert war, dass es unter den männlichen Motorradfahrern viele
Gentleman gibt.
Dann wurde ja
bei Daytona auch noch der Motorradstiefel LadyStar eingeführt, der mir 2 cm
Beinverlängerung bescherte und nun konnte ich doch auf meinem Motorrad
sitzen und mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen. |
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